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IHRE PRAXIS FÜR PHYSIOTHERAPIE IN SIGMARINGEN

Unser Behandlungsspektrum

Physiotherapie / Krankengymnastik

Bei dem Begriff Physiotherapie handelt es sich um den Oberbegriff, der alle aktiven und passiven Therapieformen umfasst. Unter dem Oberbegriff  Physiotherapie findet sich daher einerseits die Krankengymnastik, die dem Physiotherapeuten vorbehalten ist sowie andererseits die physikalische Therapie, die auch von Masseuren ausgeführt wird. Die physikalische Therapie ihrerseits untergliedert sich in die Bereiche Massagen, Elektrotherapie, Hydrotherapie sowie Thermotherapie.

Physiotherapie nutzt als natürliches Heilverfahren die passive – beispielsweise durch den Therapeuten geführte – und die aktive, selbstständig ausgeführte Bewegung des Menschen sowie den Einsatz physikalischer Maßnahmen zur Heilung und Vorbeugung von Erkrankungen. Damit ist die Physiotherapie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen oder operativen Therapie.

Der Begriff Krankengymnastik wird den modernen Anforderungen physiotherapeutischer Verfahren inzwischen nicht mehr gerecht, weil nicht nur ›Kranke‹ die Leistungen in Anspruch nehmen und ›Gymnastik‹ als Leibes- und Körperübung die verwendete Methodenvielfalt sehr einschränken würde.

Manuelle Lymphdrainage

Die Lymphe ist jene Körperflüssigkeit, die in den Lymphgefäßen fließt und unter anderem Gifte, Schlacken, Abfallstoffe, Bakterien, entartete Zellen etc. aus dem Organismus ausleitet. Die dünnen Lymphgefäße durchziehen das Körpergewebe, in dem die Lymphflüssigkeit über größere Sammelgefäße, den Lymphknoten, bis in den Blutkreislauf transportiert wird.

Viele Erkrankungen führen zu einem Lymphstau. Die Lymphe fließt dann nur noch sehr zäh und schleppend. Entsprechend schlecht kann der Körper entgiften und schädliche Stoffe abtransportieren.

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Massagetechnik, die zum Ziel hat, die Leistungsfähigkeit des Lymphsystems im Körper zu aktivieren und gestaute Gewebsflüssigkeit abzutransportieren. Die Therapeutin arbeitet dabei mit sanften Massagegriffen, die die Lymphe im Körper transportieren.

Eine große Bedeutung hat die Manuelle Lymphdrainage bei:

  • der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt wurden,
  • Ödemen infolge rheumatischer Erkrankungen
  • Ödemen nach Verletzungen und Operationen

Manuelle Lymphdrainage wird auf Verordnung des Arztes von Physiotherapeuten mit einer speziellen Weiterbildung in Manueller Lymphdrainage  durchgeführt. Je nach Verordnung dauert die Lymphdrainage 30, 45 oder 60 Minuten.

Ultraschalltherapie

zählt zu den gängigen Behandlungsformen der physikalischen Therapie. Sie  wird aufgrund ihrer vielschichtigen Wirkungen der Mechanothermotherapie zugeordnet. Je nach Therapieparameter (Behandlungsfrequenz, Schallart, Dosis, Behandlungsdauer und -turnus) steht bei der Ultraschallbehandlung eine thermische Wirkung  oder eine Mikromassage im behandelten Gewebesegment im Vordergrund.

Elektrotherapie

Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme oder Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen. Das kann nicht nur auf direktem Wege geschehen, sondern auch indirekt, indem elektrische Energie in Wärme oder mechanische Energie umgesetzt wird.

Behandlungsziele in der Elektrotherapie:

  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungsverbesserung
  • Wiederherstellung der gestörten Muskelfunktion
  • Wiederholtes Bewegen zur Anbahnung bei zentralen Lähmungen

Beeinflussung vegetativer Vorgänge, etwa bei vermehrter Schweißbildung

Kinesiotape

Im Gegensatz zum herkömmlichen Tape , das starr ist und stabilisieren soll, wird durch das Kinesiotape ganz bewusst eine Mobilisation des Stütz- und Bewegungsapparates ermöglicht. Denn die Medizin hat in den letzten Jahrzehnten besser verstanden, dass kontrollierte und mäßige Bewegung den Heilungsprozess in vielen Fällen fördert.

Durch das elastische Tape wird die Haut bei jeder Bewegung ganz sanft geliftet und massiert und so Lymph- und Blutfluss angeregt. Entzündungen klingen schneller ab, der Druck lässt nach und damit auch der Schmerz, meist schon kurz nach dem Tapen.

Die positiven Effekte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die mechanische Unterstützung und Entlastung von Muskeln, Bändern und Gelenken
  • Die Anregung und Verbesserung der sogenannten Mikrozirkulation, also die Durchblutung und den Stoffaustausch in den kleinsten Blutgefäßen
  • Der bessere Abfluss von Lymph-Flüssigkeiten
  • Eine sanfte Massage der Haut, die einen positiven Einfluss auf das viszerale System hat
  • Eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers

Manuelle Therapie

Unter dem Begriff der Manuellen Therapie versteht man das Untersuchen, Erkennen, Bewerten und Behandeln von reversiblen Störungen am Bewegungssystem durch gezielte Mobilisation oder durch Anwendung von Weichteiltechniken. Die Störungen beziehen sich nicht nur auf Hypomobilitäten (zu wenig Bewegungsmöglichkeit),  sondern auch auf Hypermobilitäten (zu viel Bewegungsmöglichkeit).

Die Manuelle Therapie hat sich aus der Manuellen Medizin entwickelt, in der unter Nutzung der theoretischen Grundlagen, Kenntnisse und Verfahren aller medizinischer Gebiete die Befundaufnahme am Bewegungssystem erfolgt.

Manuelle Therapie wird auf Verordnung des Arztes von Physiotherapeuten mit einer speziellen Weiterbildung in Manueller Therapie durchgeführt. Um die Techniken adäquat ausführen zu können, bedarf es einer genauen  Untersuchung von Funktionsstörungen der Gelenke, der Muskulatur und der Neuralstrukturen.  Dabei beruhen Diagnostik und Therapie auf biomechanischen und neurophysiologischen Prinzipien.

Mc Kenzie-Therapie

Die mechanische Diagnose und Therapie nach Mc Kenzie beinhaltet eine spezielle Untersuchungs- und Behandlungsform für Störungen am Bewegungsapparat.

Neben einer strukturierten Befragung zu Beginn der Therapie nutzt der Therapeut bestimmte wiederholt ausgeführte Bewegungstests, um das Schmerzverhalten des Patienten zu eruieren. Der Therapeut findet dabei heraus, welche Haltungen und Bewegungen die Beschwerden des Patienten verschlechtern und welche sie verbessern. Die Schmerzen können dann durch wiederholte Bewegungen reduziert werden oder ganz verschwinden. Die Untersuchung deckt außerdem  Möglichkeiten auf, wie der Patient sich selbst  behandeln kann.

Klassische Massage

Die klassische Massage hat die wichtige Aufgabe, schmerzhafte Weichteilveränderungen wie  Muskelverspannungen und -verhärtungen zu lindern oder zu beseitigen. Muskulär bedingte Schmerzen werden behandelt und die Bewegungsfähigkeit des Patienten wieder hergestellt. Dabei  arbeitet der Therapeut / die Therapeutin mit  Knetungen, Streichungen und Zirkelungen.

Die klassische Massage wird vom Arzt verordnet. Dabei empfiehlt sich vor der Behandlung eine Wärmeanwendung (Fango oder heißer Rolle).

Die klassische Massage wird aber auch als Vorbereitung auf eine physiotherapeutische /manualtherapeutische  Behandlung angewendet.

Klassische Massagen können Sie bei uns auch als Wellness-Massage ohne ärztliche Verordnung buchen oder als Gutschein verschenken.

Therapie im Schlingentisch

Ganz gezielt und schonend behandelt Ihr Physiotherapeut im Schlingentisch schmerzhafte und schwer bewegliche Gelenke. Dazu werden im Schlingentisch Ihre Beine oder Arme, das Becken oder der Kopf in  Schlingen gebettet, die mittels Karabinerhaken am Schlingengitter befestigt sind. Körperregionen, die in den Schlingen liegen, lassen sich leicht bewegen und fühlen sich gleichsam schwerelos an – am ehesten vergleichbar mit dem Auftrieb im Wasser.

Beckenbodentraining -
Mehr Lebensqualität durch richtiges Training

Eine schlaffe Beckenbodenmuskulatur kann zahlreiche Beschwerden verursachen - von Rückenschmerzen über Dranggefühl in der Blase, ungewolltem Harnverlust (Inkontinenz), ziehenden Beckenschmerzen bis hin zu sexuellen Schwierigkeiten. Die ersten Warnzeichen sind in der Regel tröpfchenweiser Urinverlust oder ziehende Schmerzen im Unterleib.

Die Hauptursachen für einen schwachen Beckenboden sind ein angeborenes schwaches Bindegewebe, Übergewicht, schweres Heben, chronische Belastung des Beckenbodens durch Husten, Asthma, die hormonellen Veränderungen im Alter und in der Schwangerschaft und natürlich die Geburt.

Nach einem ausführlichen Befund, in dem die individuelle Symptomatik der Patientin / des Patienten erfasst wird, arbeitet die Therapeutin gezielt mit Körperwahrnehmung, mit manuellen Techniken, mit Kräftigungsübungen für den Beckenboden- und die Rumpfmuskulatur, als auch mit Verhaltenstraining.

Triggerpunktbehandlung

Unter alltäglichen Fehlbelastungen können sich gewisse Überleitungsstellen zwischen den Nerven und den Muskeln krankhaft verändern, so dass sich im Muskel winzige Faseranteile dauerhaft verkrampfen und verkürzen. Diese druckempfindlichen Zonen werden als Triggerpunkte bezeichnet.

Es handelt sich um stark irritierte und leicht tastbare Regionen in einem Hartspannstrang der Skelettmuskulatur. Sie behindern die Blutversorgung und klemmen Schmerzfasern ein. Ihre mechanische Reizung führt oft zu einem triggerpunktspezifischen Schmerz in entfernten Körperregionen, kann aber auch vegetative Reaktionen auslösen.

In der Triggerpunktbehandlung werden durch Kompression und Friktionen die lokalen Spannungen gelöst, die Durchblutung verbessert sowie die Entzündungsreaktion beeinflusst.

Kombiniert wird die Triggerpunktbehandlung mit weiteren Interventionen der Physiotherapie wie Manuelle Therapie, Ausgleich von muskulärem Ungleichgewicht sowie  Haltungs- und Bewegungsschulung.